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Kometenjagd

Neue Lyrik

Kometenjagd

Gedichte

Steinherr, Ludwig

ISBN: 978-3-86906-043-9
Lyrikedition 2000
112 S., Paperback
€ 12.50

Leseprobe (PDF)

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»Ludwig Steinherrs kluge Gedichte zielen auf Erkenntnis durch überraschende Pointen. (…) Sie sprechen vom menschlich Beschränkten und von dem, was darüber ist, vom Denken und vom Glauben, vom irdisch Kleinen und vom göttlich Großen. (…) Die unaufdringliche, ganz ins poetische Bild verwandelte Dialektik seiner Gedichte dient der Beunruhigung und dem Nachsinnen des Lesers. (…) Höchste Zeit, ihn als einen der eindringlichsten Lyriker der Gegenwart öffentlich wahrzunehmen.«

Wulf Segebrecht, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Für Ludwig Steinherr ist das Staunen die Voraussetzung für die Produktion von Gedichten – wie die Fähigkeit zum Erstaunen, die noch aus der Kindheit rührt, für die Kunstproduktion überhaupt. Mit »Kometenjagd« wendet sich Steinherr wieder Themen aus Kunst und Wissenschaft zu, huldigt den Astronomen der Vergangenheit und begegnet dabei nicht selten Engeln und Dämonen. Viel ist von »Jenseits«, »Zwischenreich« oder auch der »Unterwelt« und „Feuertod« die Rede. In barocken Anspielungen lebt Nostradamus wieder auf und hält das Jüngste Gericht Einzug. Man begegnet einer ausgewählten Schar an Künstlern von Jackson Pollock über Eduard Manet bis Piero della Francesca und wird die ängstliche Spannung eines Vogeldaseins mitempfinden: »Beim Füttern der Vögel//Hochempfindliche Granaten/ aus Federn und Furcht/ die beim geringsten Geräusch/ in die Luft fliegen – // Nach jeder Detonation/ stellen sie fest: Wir sind noch da!«




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Rezensionen

Die Liebe, Auge in Auge
Ludwig Steinherr begibt sich formbewusst auf »Kometenjagd«

(...) Denn Steinherrs neue Gedichte präsentieren sich, wie eh und je, wieder als Steigerung seiner poetischen Ausdrucksweite. Die Sprache wird ihm zum Instrument, das der Welt und unserer Existenz in ihr mit bildnerischer Intensität Gestalt verleiht. In dieser Lyrik verschmelzen Form und Inhalt nahtlos. (...)

Walter Neumann, Stuttgarter Zeitung 10.7.2009


Die Begehung der Welt auf eigener Route – Ludwig Steinherr auf Kometenjagd
(...) Soviel zur »Fracht« und zu »überfrachtet«. Schaut man sich die Gedichte der Form nach an, so gibt es kaum jemanden in Deutschland, der ähnlich wunderbare Drehungen und Wendungen zur Pointe so klar und gekonnt schreiben kann und dazu nichts weiter braucht als einen Moment der Stille und Betrachtung. Eine reife und überaus wohltuende Stimme der deutschen Lyrik.
Frank Milautzcki, fixpoetry 1.10.2009