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Transit Amsterdam

Biografien und Autobiografien

Transit Amsterdam

Deutsche Künstler im Exil 1933-1945

Schmidinger, Veit Johannes und Schoeller, Wilfried F.

ISBN: 978-3-86520-241-3
Allitera
260 S., Paperback
€ 24.00

Leseprobe (PDF)

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Mit der Machtübertragung an die Nationalsozialisten im Januar 1933 beginnt die größte Flucht von Kulturschaffenden, die Deutschland und Europa bis dahin erlebt haben. Die Niederlande sind eine bedeutsame Station dieses Exodus. Thomas Mann begibt sich im Februar 1933 nach Amsterdam, um im »Concertgebouw« seinen berühmten Vortrag über Richard Wagner zu halten. Unbewusst ist diese Reise eine Reise ins Exil. Seine Tochter Erika gastiert in Amsterdam mit ihrem literarischen Kabarett »Die Pfeffermühle«, sein Sohn Klaus gibt hier seine Exilzeitschrift »Die Sammlung« heraus. Grete Weil arbeitet als Photographin, Bruno Walter dirigiert, Elisabeth Augustin übersetzt, Irmgard Keun versucht, ihre gerade begonnene Karriere außerhalb Deutschlands fortzusetzen. Zwei niederländische Verleger - Emanuel Querido und Allert de Lange - geben der im Deutschen Reich verbotenen Literatur eine neue Heimat. Als im Frühjahr 1940 die Wehrmacht die Niederlande innerhalb weniger Tage besetzt, haben die Manns Amsterdam schon verlassen, der Maler Max Beckmann ist gerade erst angekommen. Für den Schauspieler Kurt Gerron wird die Stadt zur Falle, anderen gelingt es, im Untergrund bis zur Befreiung zu überleben. Flucht, Gastspiel, Sommerfrische - Integration, Assimilation, Parallelleben - Abreise, Untergrund, Deportation: Dieses Buch zeichnet anhand einer Fülle von bisher unveröffentlichten Briefen, Tagebüchern und Photos Lebensbedingungen und Lebensläufe der nach Amsterdam emigrierten Künstler und Literaten nach.



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Rezensionen

»Getrieben in der Fremde«
Die Schau ist nicht besonders groß, aber sie besticht durch ihre Intensität. Die wenigen, aber sehr informativen Texte werden ergänzt von Pässen, Postkarten und Aufzeichnungen der Künstler. Der Wahnsinn der ewigen Flucht, des ewigen Fremdseins wird hier sehr bedrückend dargestellt.[...] Man bekommt eine Ahnung davon, was es heißt, sein Heimatland, und vor allem die Heimatsprache verlassen zu müssen.
Marius Müller-Preuss, Abendzeitung 12.6.2007


»Zuflucht an der Zuidersee«
Die Ausstellung »Transit Amsterdem – Deutsche Künstler im Exil 1933 bis 1945« in der Monacensia, Maria-Theresia-Straße 23, gibt einen sehr persönlichen Einblick in unterschiedliche Situationen des Exils und erlaubt Rückschlüsse auf heutige Transit-Erfahrungen von Flüchtlingen und Emigranten. [...] Viele Dokumente, die Mit-Kurator Veit Schmidinger aufstöberte – beispielsweise aus dem Besitz von Hans Keilson und Konrad Merz – stammen aus Privatsammlungen und weiteren Archiven.
Jüdische Allgemeine 14.6.2007