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Die Uraufführung

Romane und Erzählungen

Die Uraufführung

Eine satirische Erzählung

Heinemann, Rudolf

ISBN: 978-3-86520-362-5
BUCH&media
112 S., Paperback
€ 12.90

Leseprobe (PDF)

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Beim Besuch einer geheimnisvollen chinesischen Prostituierten hat sich Anton Schriller als Folge eines Superorgasmus einen Hirnriss zugezogen. Seitdem fällt er gelegentlich in entrückte Zustände mit Gedächtnisverlust. Einen derartigen Aussetzer hat er auch, als er einer Uraufführung im sommerlichen Park seiner Heimatstadt beiwohnt. Hier wird das neue multimediale Gesamtkunstwerk eines Großkomponisten aufgeführt, dem Kontakte zu Außerirdischen nachgesagt werden. Als sich plötzlich am anderen Ende des Parks ein dort geparkter Jaguar ohne Motorstart in Bewegung setzt, fällt Anton Schriller wieder in einen seiner Zustände. Er hechtet auf das Heck des Wagens und rollt quer durch die Uraufführung, bevor er mit dem Auto im Abenddunst verschwindet. Schlafend in einem Blumenbeet wird Anton Schriller gefunden und dank seines Auftritts – an den er sich selbst nicht erinnern kann – zum Star der Uraufführung erklärt. Presse, Fernsehen, Musikmanager und auch der Kulturdezernent suchen seinen Kontakt. Er aber weist alle zurück, denn unter keinen Umständen will er gestehen, dass seine Tat mit der geheimnisvollen Chinesin zusammenhängt. Für ihn zählt nur eins: Sein Hechtsprung, zu dem ihn sein sexbedingter Hirnriss befähigte, verschafft ihm endlich den ersehnten Eintritt in die Musikgeschichte.



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Rezension

»Die Uraufführung«
Rudolf Heinemann hat mit »Die Uraufführung« eine amüsante Persiflage auf den Musik- und Kulturbetrieb geschrieben - eine sehr intelligente Erzählung voller Scherz, Satire, Ironie und tieferer Bedeutung. Blendende Unterhaltung!

Alle bekommen in dieser Erzählung ihr Fett weg: die Medien und die selbstherrlichen Kritiker, die Kulturpolitiker, der Komponist dieses multimedialen Events, dem es nicht mehr allein um die Musik, sondern mehr um das Aufsehen geht, bei einem solchen Event dabeigewesen zu sein. Das déja-vu-Erlebnis des Lesers wird individuell verschieden sein - ist aber in jedem Fall gegeben.

Für diese Geschichte findet der Autor den richtigen Ton. Rudolf Heinemann hat ein wunderbares kleines Buch geschrieben (...)

Günter Nawe, Glarean Magazin 3.8.2010